Montag, 9. Oktober 2017

Löst luwische Inschrift Rätsel um Seevölkersturm?

Der sog. Seevölkersturm im östlichen Mittelmeerraum am Ende der Bronzezeit um 1200 v. Chr. ist eines der großen Rätsel der Archäologie. Bisher informierten vor allem Inschriften aus Ägypten und Ugarit über die dramatischen Ereignisse. Scheinbar aus dem Nichts kamen Krieger in Schiffen über das Meer und verheerten die Küstenstädte. Die großen Reiche, die Hethiter in Kleinasien und die Ägypter, aber auch die Mykener in Griechenland, gerieten ins Wanken. Von diesen Hochkulturen blieb am Ende nur ein geschwächtes Ägypten übrig.

Nun wird Ende des Jahres die kommentierte Übersetzung einer Inschrift aus luwischen Hieroglyphen veröffentlicht, die Licht ins Dunkel bringen könnte. Die im westlichen Kleinasien siedelnden Luwier waren bisher vor allem Sprachforschern bekannt, die Archäologen hatten sich bisher nur wenig mit diesem Volk beschäftigt. In der Inschrift ist die Rede von einem König von Mira, der einen Krieg gegen die hethitischen Vasallenstaaten vom Zaum brach. Offenbar wird auch eine Flotte erwähnt, die synchron Küstenstädte angriff. Damit könnte das Rätsel um den Seevölkersturm gelöst sein. Einer der treibenden Kräfte hinter der Untersuchung der Inschrift ist Eberhard Zangger, der die These "Atlantis = Troja" aufstellte. Ich habe seine Ansichten diesbezüglich in einem Kapitel des Buches "Atlantis: Das Rätsel des Aristokles" dargelegt. In einem weiteren Kapitel gehe ich auch auf dem Seevölkersturm ein. Die Veröffentlichung der Übersetzung der Inschrift könnte einigen Wirbel unter Archäologen und Sprachforschern verursachen. Man darf gespannt sein.

Quellen:
https://archaeologynewsnetwork.blogspot.de/2017/10/luwian-hieroglyphic-inscription-sheds.html#CMsdKGYllfYzRSVh.97
https://luwianstudies.org/de

Sonntag, 17. September 2017

Peak Oil - wird das Öl langsam knapp?

Der ein oder andere hat den Begriff wahrscheinlich schon einmal gehört: "Peak Oil". Er beschreibt die höchste weltweite Fördermenge an Erdöl. Nun ist der Ölpreis billig wie schon lange nicht mehr und auch an den Tankstellen ist der Sprit günstig zu haben. Doch die größten Erdölvorkommen wurden bereits in den 60er Jahren entdeckt, die herkömmliche Ölförderung ist auf dem Rückzug. Nur durch die neue "Fracking"-Technologie aus den USA kann der weltweite Bedarf an Öl gedeckt werden. Die Spitze der Fördermenge an Öl, durch herkömmliche Methoden gefördert, ist bereits 2006 erreicht worden.

Die Folge ist, das in absehbarer Zeit der Ölpreis wieder anziehen wird. Und danach wird er wohl nie mehr so billig sein wie heute. Die Vorkommen der USA, die durch Fracking erschlossen werden, reichen voraussichtlich noch bis 2030. Niemand weiß, was passieren wird, wenn die weltweite Fördermenge nicht mehr den Bedarf decken kann. Die Globalisierung wäre am Ende. Die Folgen sind kaum absehbar. Eine Fernsehdokumentation geht auf diese Problematik ein:

Link

Mittwoch, 23. August 2017

Der nächste Finanzcrash kommt bestimmt

Heute widme ich mich mal einen völlig anderen Thema. Viele Bürger beobachten mit Sorge, dass die weltweite Geldmenge, die in den Finanzinstituten gebündelt ist, schon lange nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun hat. Einige wenige Superreiche haben genauso viel Geld wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Auch in Deutschland sind die Auswirkungen festzustellen. In den großen Städten schießen die Immobilienpreise in ungeahnte Höhen. Dies hat enorme Mieterhöhungen zur Folge. Häuser sind nicht mehr zum Wohnen da, sondern nur noch Spekulationsobjekt.

Auch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank leistet nicht unbedingt einen Beitrag zur Entschärfung der Lage. Man muss kein Prophet sein, wenn man der Meinung ist, dass sich schon in absehbarer Zeit der nächste Crash ankündigt. Natürlich muß das nicht sofort sein, es kann gut sein, dass sich das Finanzkarusell noch 10 Jahre weiter dreht. Aber irgendwann kommt es zum großen Knall. Regulierungsmöglichkeiten gibt es bereits. Da Großbritannien aus der EU austritt, ist auch der große Bremser weg vom Fenster, der bisher solche staatlichen Eingriffe in das Finanzsystem verhindert hat. Eine Dokumentation die leicht verständlich die Lage erklärt, ist hier zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=znnG6_f4VJ4

Sonntag, 13. August 2017

Polsprung des Erdmagnetfeldes?

In den letzten Jahren geistert immer wieder mal eine Meldung durchs Netz, das mit dem Erdmagnetfeld nicht alles in Ordnung ist. Im Detail geht es dabei um einen Polsprung, also der magnetische Nordpol wird zum Südpol und umgekehrt. Die magnetischen Pole stimmen nicht ganz mit der Erdachse überein, wie man auch an der Grafik erkennen kann. Wissenschaftler haben schon vor längerem herausgefunden, dass es alle paar 100000 Jahre zum Polsprung kommt, der letzte war vor ungefähr 750000 Jahren. Anhand von Ablagerungen konnte man dies feststellen. Während dieser Phase der Polumkehr wird das Erdmagnetfeld schwächer und chaotischer und Sonnenstürme könnten bei unserer empfindlichen Infrastruktur schweren Schaden anrichten. Die Folge sind zum Beispiel elektrische Blackouts.

Steht uns nun ein solcher Polsprung wieder bevor? Hier sind sich die Wissenschaftler nicht ganz einig - überfällig wäre er. Einer der beiden magnetischen Pole, der zur Zeit in Kanada liegt, hat sich nun vor einiger Zeit auf die Wanderschaft gemacht, mit etwa 50km pro Jahr. Wenn dieser Prozess nun weitergeht, wird er in einigen Jahren in Sibirien sein. Manche Forscher sehen darin einen beginnenden Polsprung. Aber ob die Zeit des Übergangs einige 1000 oder nur wenige Jahre dauert, ist zur Zeit noch ungewiss. Eine Dokumentation, die den Polsprung und die Risiken anschaulich erklärt, ist hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=F1K0xnJQqeg

Dienstag, 9. Mai 2017

Hoax: Neuer Hominide in Irland entdeckt

Auch die Archäologie bleibt offenbar nicht von Falschmeldungen verschont. Zur Zeit geistert eine Meldung durchs Netz, die offenbar bis ins Jahr 2014 zurückgeht. Darin geht es um einen Hominidenfund in Irland, genannt "Homo Minusculus". Es soll sich um einen kleine Spezies von Sammlern und Jägern handeln, auf die die Legende von den "kleinen Leuten" zurückgeht. Die Spezies soll bis ins Mittelalter zuammen mit dem Homo Sapiens gelebt haben. Die Überreste sollen ins Jahr 1145-1230 datiert worden sein:

http://badsatiretoday.com/remains-new-humanoid-species-discovered-ireland/

Auf den ersten Blick scheint der Hoax leicht zu erkennen sein, aber seit den Meldungen vom Flores- und dem Denisovamenschen scheint ja nichts mehr umöglich zu sein in der Urgeschichte des Menschen.

Sonntag, 30. April 2017

Fonic Huawei E3531 Surfstick unter Debian Stretch einrichten

Vor einiger Zeit habe ich mir einen Fonic Surfstick zugelegt. Unter Debian Stretch ist die Einrichtung eigentlich recht einfach, man muß allerdings wissen, wie. Als Benutzeroberfläche habe ich LXQT mit dem Network-Manager (nm-applet) für die Internetverbindungen. Wenn man ein Dualboot-System hat und den Stick zuerst unter Windows einrichtet entfällt der erste Schritt. Denn der Stick wird zunächst nur als Massespeicher erkannt, aber mit "usb-modeswitch" kann man in den Modem-Modus schalten.

lsusb:
Bus 001 Device 007: ID 12d1:14dc Huawei Technologies Co., Ltd.

usb_modeswitch -v 12d1 -p 14dc -M '55534243123456780000000000000011062000000100000000000000000000'

Der Stick sollte jetzt als "kabelgebundene Verbindung" im Network-Manager auftauchen. Jetzt kann man im Browser mit "www.fonic.de" die Weboberfläche aufrufen. Bei mir musste ich "Datenroaming" aktivieren, aber vielleicht funktioniert es bei aneren auch ohne. Man kann verschiedene Einstellungen vornehmen, auch Guthaben aufladen und anzeigen. So, das wars wieder, für Kritik und Korrekturen bin ich jederzeit offen.

Edit: Wenn im Network-Manager bereits versucht wurde, eine mobile Breitbandverbindung einzurichten, sollte diese unbedingt gelöscht werden!

Samstag, 1. April 2017

Die Herkunft des Keltengoldes

Über die Herkunft des Keltengoldes wird ja viel spekuliert. Nun befindet sich in der Nähe von Nürnberg die Fränkische und Herbrucker Schweiz, wo sich viele archäologische Fundstätten aus der Keltenzeit vor über 2000 Jahren befinden. Doch woher hatten die Kelten ihr Gold? Immer wieder werden bei Ausgrabungen reiche Grabausstattungen gefunden. Antike Autoren berichten, dass die Kelten am Rhein Gold gewaschen hätten. Doch könnte ein Teil des Goldes auch aus dem Fichtelgebirge kommen?

Bekannt ist dort der Ort Goldkronach, wo seit dem 13./14. Jahrhundert Goldabbau betrieben wurde, am sog. "Goldberg". Endgültig eingestellt wurde der Abbau offenbar erst 1920. Heute ist Goldkronach ein Touristisches Zentrum, wo man den Spuren des Bergbaues nachspüren kann. Das Gold ist im Erdreich offenbar auf ein recht enges geographisches Gebiet begrenzt, der Gehalt liegt nach Proben aus den 1920er Jahren um 30g pro Tonne Erdreich.

Was mich wundert, im Internet habe ich entdeckt, dass Bergbauunternehmen heutzutage mit moderner Technik bei diesem Goldgehalt auf jeden Fall mit dem Abbau beginnen würden (etwa 5g pro Tonne Erdreich scheint die Grenze zu sein). Es könnte natürlich sein, dass das Goldhaltige Gebiet rund um den Goldberg nicht groß genug ist. In keltischer Zeit wird man wahrscheinlich meist Gold gewaschen haben, allerdings wo solche Plätze liegen, an denen die Kelten ihr Gold gewonnen haben, ist immer noch ein Geheimnis.