Donnerstag, 11. September 2008

Platons Atlantis


Zu Beginn möchte ich einige Infos zu meiner Person liefern. Hauptberuflich bin ich Archäologe (Ur- und Frühgeschichte) und arbeite Für Firmen, die sich auf archäologische Grabungen spezialisiert haben. Nebenberuflich schreibe ich gerne, z. B. für Magazine wie "Karfunkel" oder Webseiten wie "suite101".
Viele werden sich wahrscheinlich fragen, kann man eigentlich von Archäologie leben? Naja, ich kann dazu nur sagen, man schlägt sich eben so durch. Immerhin bieten Grabungsfirmen, die erst in den 90ern so richtig aufgekommen sind, heute viele Jobmöglichkeiten für Archäologen, die frisch von der Uni kommen. Meist ist man da allerdings nur Projektweise angestellt.

Zu den Punkt "Grabungsfirmen" kann ich ja später noch genauer eingehen, zunächst möchte ich etwas werben in eigener Sache. Während meiner Grabungspausen habe ich mich einem Buchprojekt gewidmet, mit dem Titel "Das Rätsel des Aristokles". Es geht dabei im Prinzip darum, etwas Übersicht über diverse etwas ernstzunehmendere Atlantistheorien zu bekommen. So ist es nur wenig bekannt, dass auch einige Archäologen durchaus in Erwägung ziehen, hinter Platons Text vom untergegangenen Kontinent könnte ein historisches Geschehen stehen. Darunter waren Persöhnlichkeiten wie Adolf Schulten oder Spyridon Marinatos. Dabei werden Schauplätze wie Tartessos, Santorin, Troja oder die Seevölkertexte in Medinet Habu beleuchtet. Natürlich werden auch Platon und seine Motive, die zu der Niederschrift des Textes geführt haben, untersucht. Also insgesamt eine kleine Einführung für all diejenigen, die sich über diesem umfangreichen Thema einen Überblick verschaffen wollen.
Ich weiss, dies ist natürlich ein heikles Thema, viele haben sich daran schon die Finger verbrannt. Aber das ist auch das Problem. Kaum jemand kann noch dem Thema unvoreingenommen gegenüberstehen. Ich habe versucht, so viele Informationen zusammenzutragen, dass sich jeder selber ein Urteil bilden kann. Manch einer wird sich sicher fragen, warum ich gerade Tartessos, Santorin, Troja und die Seevölkerthese ausgewählt habe. Der Hauptgrund war wohl der, dass diese Thesen u. a. auch in wissenschaftlichen Fachzeitschriften diskutiert wurden, was nicht gerade jede Atlantis-These von sich behaupten kann. Am Schluss des Buches stelle ich selbst eine These vor, was letztendlich dazu beigetragen hat, dass Platon die Legende so und nicht anders geschrieben hat und über Rückmeldungen würde ich mich freuen. Wer sich für mehr Informationen über das Buch interessiert, der wird h i e r fündig.