Donnerstag, 28. Juli 2011

Grab des Apostels Philippus entdeckt?

Italienische Archäologen wollen nach eigenen Angaben das Grab des Philippus im Westen der heutigen Türkei entdeckt haben. Die Untersuchungen fanden im antiken Hierapolis bei Denzili statt. Von seinem ursprünglichen Ort wurde das Grab in byzantischer Zeit in eine Kirche verlegt, deren Reste jetzt ausgegraben wurden. Das Grab wurde aber noch nicht geöffnet.

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Montag, 25. Juli 2011

Machtkampf um Zahi Hawass' Nachfolge

Zahi Hawass, Minister für Altertümer in Ägypten muss seinen Hut nehmen. Bereits seit einigen Monaten läuft ein bizarrer Machtkampf um seinen Posten. Zahi Hawass wurde vor allem durch seine Auftritte in den Medien bekannt, so ließ er einmal in einer Live-Übertragung einen Schacht in der Cheops-Pyramide öffnen. Kein ausländischer Archäologe in Ägypten konnte ohne seinen Segen graben.

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Siehe auch Eintrag "Grab der Cleopatra"

Samstag, 23. Juli 2011

Neandertaler-DNA in unseren Genen entdeckt

Eine Studie der Universität Montreal bestätigt eine frühere Untersuchung von 2010, dass sich moderne Menschen und Neandertaler vermischten. Es stellte sich heraus das nahezu alle Menschen Neandertaler-Gene in sich tragen. Lediglich einige Bevölkerungsgruppen in Afrika sind eine Ausnahme. Der betreffende Abschnitt in dem X-Chromosom war bereits früher Genetikern aufgefallen, doch erst jetzt konnte er zweifelsfrei zugeordnet werden. Die Neandertaler DNA, die die Genetiker bei der Studie benutzen, wurde von Knochenfunden aus Kroatien extrahiert. Die Wissenschaftler vermuten, dass der moderne Mensch zuerst im Nahen Osten auf Neandertaler traf.

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Donnerstag, 21. Juli 2011

Steinzeitliche Höhlenkunst in Oberfranken, update

Inzwischen scheinen die Wissenschaftler untereinander uneins zu sein über die Interpretation der Gravierungen, die in einer Höhle in Oberfranken gefunden wurden. Zu der Theorie, das die Darstellungen einen erotischen Hintergrund hätten, sagte der Landeskonservator Dr. Sebastian Sommer: "Es ist ja schon schwierig nachzuvollziehen, was unsere Väter und Großväter zu irgendwas gedacht haben", so Sommer. "Da ist man sehr in der Gefahr sich zu verrennen". Einig scheint man sich nur in der Bedeutung des Fundes zu sein. Die Gravierungen seien eine Sensation, wie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege bekannt gab. Es handele sich um den ersten Fund steinzeitlicher Höhlenkunst in Deutschland.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Höhle mit steinzeitlichen Gravierungen in Oberfranken entdeckt

Wie die Zeit in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, wurde in Oberfranken eine Höhle mit steinzeitlichen Gravierungen entdeckt. Der zuständige Archäologe Bernhard Häck schätzt das Alter der Ritzungen auf 12000 Jahre.  Der Wissenschaftler interpretiert die abstrakten Darstellungen als Frauenkörper. Inspiriert seien die steinzeitlichen Künstler durch die natürlichen Gesteinsformen in dem Höhlenraum gewesen, die an weibliche und männliche Geschlechtsteile erinnerten. Es wäre die erste Höhle in Deutschland mit derartiger steinzeitlicher Kunst. Bisher waren vor allem Höhlen aus Frankreich und Spanien für ihre Höhlenmalereien bekannt.

Die Zeit schreibt in ihrer Ausgabe vom 21.07., dass laut einer geologischen Einschätzung die Gravierungen älter als 3500 Jahre sein müssen, nach einer Senkung des Geländes zu diesem Zeitpunkt enstanden Risse, die auch in den Gravierungen sichtbar sind. Ob Häck mit seinen Überlegungen recht hat, wird sich wohl frühestens im Frühjahr nächsten Jahres klären, da dann die Entdeckung publiziert werden soll.

Eigentlich sollte bis dahin der Fund geheim bleiben, aber einige Bilder der Höhle gerieten an die Öffentlichkeit, so dass das Landesamt für Denkmalpflege sich zum Handeln genötigt sah.

In einer Felsplatte gravierte Darstellung von Frauen aus dem Magdalenien um 10500 v. Chr findet man u. a. hier.

Dienstag, 5. Juli 2011

Riesiger Schatz in indischen Tempel entdeckt

Meinen Bloglesern möchte ich diese Meldung nicht vorenthalten. Zwei unterirdische Kammern in einem indischen Tempel wurden nach 130 Jahren erstmals wieder geöffnet. Der Tempel in Sri Padmanabhaswamy in Thiruvananthapuram, der Hauptstadt des südindischen Unionsstaates Kerala, ist dem Gott Vishnu geweiht und ging auf Anordnung eines Gerichts in staatlichen Besitz über. Eine Inventur erbrachte nun unglaubliches. Ein riesiger Goldschatz, nach ersten Vermutungen einige Milliarden EURO wert, war dort jahrhundertelang verborgen. Seltsamerweise ist das Presseecho in Deutschland bis jetzt verhalten. Allerdings haben einzelne Zeitungen darüber bereits berichtet.