Die Herkunft des Keltengoldes

Über die Herkunft des Keltengoldes wird ja viel spekuliert. Nun befindet sich in der Nähe von Nürnberg die Fränkische und Herbrucker Schweiz, wo sich viele archäologische Fundstätten aus der Keltenzeit vor über 2000 Jahren befinden. Doch woher hatten die Kelten ihr Gold? Immer wieder werden bei Ausgrabungen reiche Grabausstattungen gefunden. Antike Autoren berichten, dass die Kelten am Rhein Gold gewaschen hätten. Doch könnte ein Teil des Goldes auch aus dem Fichtelgebirge kommen?

Bekannt ist dort der Ort Goldkronach, wo seit dem 13./14. Jahrhundert Goldabbau betrieben wurde, am sog. "Goldberg". Endgültig eingestellt wurde der Abbau offenbar erst 1920. Heute ist Goldkronach ein Touristisches Zentrum, wo man den Spuren des Bergbaues nachspüren kann. Das Gold ist im Erdreich offenbar auf ein recht enges geographisches Gebiet begrenzt, der Gehalt liegt nach Proben aus den 1920er Jahren um 30g pro Tonne Erdreich.

Was mich wundert, im Internet habe ich entdeckt, dass Bergbauunternehmen heutzutage mit moderner Technik bei diesem Goldgehalt auf jeden Fall mit dem Abbau beginnen würden (etwa 5g pro Tonne Erdreich scheint die Grenze zu sein). Es könnte natürlich sein, dass das Goldhaltige Gebiet rund um den Goldberg nicht groß genug ist. In keltischer Zeit wird man wahrscheinlich meist Gold gewaschen haben, allerdings wo solche Plätze liegen, an denen die Kelten ihr Gold gewonnen haben, ist immer noch ein Geheimnis.

Kommentare

  1. Es gab mal dazu eine Behauptung eines Münzsammlers, daß ein großer Anteil des Keltengoldes nachgewiesenermaßen auf Gold von den Feldzügen Alexander des Großen zurückzuführen sei, im engeren Sinne dann sogar auf persisches Gold. Ich weiß nicht wie plausibel das ist, gefunden habe ich dazu weiter nichts. Wenn es tatsächlich persisches Gold war, wird es vielleicht erst durch die Nachfolgereiche nach Alexander richtig geflossen sein. Aber jedenfalls waren die Goldquellen zumindest ab der Zeit der keltischen Münzprägungen vermutlich "global", so wie sich die Kelten ja auch häufig bei den Motiven an römischen oder griechischen bzw. hellenistischen Vorbildern orientierten.

    Aktuell gabs die Schlagzeile: <>. Vielleicht gibts das auch mal zu den Metallen in Münzfunden und man kann dann blitzartig aus lokalen Münzfunden ermitteln, welcher Metallanteil seinerzeit aus lokalen Quellen bezogen wurde. Wäre schon nett sowas, kommt sicher irgendwann!

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  2. Sorry, beim Zitat der Schlagzeile im ersten Kommentar eben habe ich nicht mit den HTML-Tücken gerechnet. Die Schlagzeile lautete: Software kann Personen in Rekordzeit anhand von Genschnipseln identifizieren

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